Odys Xpress 2
Der Hersteller Odys konzentriert sich bei den hauseigenen Tablets auf preiswerte Einsteigermodelle. Und so ist auch das Odys Xpress 2 kein schnelles Highendgerät sondern ein günstiges Modell zum Kennenlernen der Tablet-Welt. Für den kleinen Preis bietet das Gerät zwar einiges, mit Schwächen muss der Anwender allerdings ebenfalls leben. Eine dauerhafte Freundschaft mag so nicht unbedingt entstehen.
Technische Ausstattung des Odys Xpress 2
Odys nutzt im Xpress 2 einen Singlecoreprozessor auf Basis von ARMs Cortex A8. Die Taktrate liegt bei flotten 1,2 Gigahertz, der Grafikchips beschleunigt Videos mit bis zu 1080p Auflösung. Dank 512 MB internem Arbeitsspeicher starten viele Anwendungen ausreichend schnell, etwas geizig war Odys allerdings mit dem Flash-Speicher zum Sichern von Anwendungen. Insgesamt sind nur vier Gigabyte verbaut, nutzbar sogar noch etwas weniger. Allerdings lässt sich der Speicher dank des Micro-SD-Speicherkartenslots im Odys Xpress 2 problemlos um bis zu 32 GB erweitern.
Ungewöhnlich aber durchaus praktisch ist die Displaygröße von 8 Zoll im 4:3-Format. So präsentieren einige Filme zwar schwarze Balken an den Rändern, im Alltag überzeugt das Format allerdings. Selbst mit kleinen Händen lassen sich, egal ob horizontal oder vertikal gehalten, alle Icons auf dem Bildschirm problemlos greifen – bei 16:9-Geräten mit 10 Zoll Diagonale oft ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings spiegelt das Display stark und bietet eine zu geringe Helligkeit für den Einsatz unter freiem Himmel. Ebenfalls störend ist die starke Blickwinkelabhängigkeit – vor allem wenn das Odys Xpress 2 horizontal gehalten wird, lässt sich der Bildschirminhalt nur schwer ablesen. Dafür funktioniert die Multitouchbedienung dank kapazitiver Eingabefläche sehr gut. Die Auflösung fällt mit 800 x 600 Bildpunkten allerdings etwas gering aus, Webseiten müssen so recht oft gescrollt werden.
Kontakt zur Außenwelt nimmt das Odys Xpress 2 via WLAN (802.11 b/g/n) auf. Bei geringen Reichweiten arbeitet die Funkverbindung auch sehr zuverlässig, befinden sich Wände oder eine zu hohe Entfernung zwischen dem Tablet und dem Internetrouter, bricht die Verbindung allerdings recht oft ab und verliert stark an Geschwindigkeit. Optional lässt sich auch eine 3G-Mobilfunklösung nachrüsten, einen entsprechenden Dongle bietet Odys im hauseigenen Webshop an. Mit dem UMTS-Modul würden sich Apps auch von Unterwegs herunterladen lassen – der Android-Markt ist zu diesem Zweck vorinstalliert. Odys setzt auf Android 2.3, immerhin eine der aktuellsten Smartphone-Versionen des Betriebssystem. Ein Update auf die Tablet-Variante „Honeycomb“ ist allerdings nicht vorgesehen.
Vor- und Nachteile des Odys Xpress 2
Wie bei vielen Tablets mit dem Smartphone-Android Version 2.x ruckeln einige Anwendungen von Zeit zu Zeit. Auch das Scrollen von Internetseiten geht nicht so geschmeidig, wie man es mittlerweile von moderneren Geräten gewohnt ist. Bei aufwändigen Webseiten bricht zudem die Rechenleistung stark ein, das Tablet pausiert dann auch gerne einige Zeit und scheint über die Aufgaben „nachzudenken“. Mit bis zu 5 Stunden Laufzeit langt es in Punkto Akku nur für einen Platz im unteren Mittelfeld – immerhin ist der Akku aber nach etwa vier Stunden wieder geladen. Überzeugen kann das Odys Xpress 2 dank seines ungewöhnlichen aber praktischen Bildformates in 8 Zoll und durch grundsätzlich ausreichende Leistung.
Fazit
Zu hohe Ansprüche sollte man bei einem preiswerten Tablet wie dem Odys Xpress 2 besser nicht stellen. Zwar verfügt das Gerät über eine angenehme kapazitive Multitouch-Eingabe und ein sinnvolles Bildformat, allerdings fällt dafür der nutzbare Blickwinkel eher niedrig aus und auch die Helligkeit reicht gerade einmal für die Nutzung in Innenräumen. Das WLAN ist ebenfalls eher für kleine Wohnungen gedacht, zu große Reichweiten überfordern das Odys Xpress 2.
