LG Electronics Optimus Pad

Tablets sind in, 3D ebenfalls – warum also nicht zwei Trends kombinieren und ein 3D-Tablet produzieren? Ähnlich muss der asiatische Hersteller LG gedacht haben, das LG Electronics Optimus Pad bietet jedenfalls einige 3D-Funktionen in Verbindung mit guter Leistung in einem transportablen Gehäuse. Wer allerdings ein Display für die Wiedergabe von 3D-Inhalten erwartet, dürfte enttäuscht werden.

 

Technische Ausstattung des LG Electronics Optimus Pad

LG setzt recht klassisch auf Nvidias Tegra 2 – einem sehr beliebten Doppelkernprozessor mit einem Gigahertz Taktfrequenz und einer flotten integrierten Grafikeinheit aus der Geforce-Serie. Die Rechenleistung der CPU weiß durchaus zu überzeugen und reicht im Alltag problemlos aus. Bei der Grafikleistung bietet Tegra 2 sogar eine sehr erfreuliche Performance und ermöglicht so auch grafisch aufwändige Spiele sowie die Wiedergabe von FullHD-Filmen. Diese können allerdings nicht nur in herkömmlicher 2D-Darstellung betrachtet werden sondern auch in stereoskopischem 3D. Allerdings nicht am Tablet selbst sondern nur über ein per HDMI mit dem LG Electronics Optimus Pad verbundenes Display – einem 3D-Fernseher beispielsweise. Das 8,9 Zoll große Display des Tablets beherrscht keine 3D-Wiedergabe, auch wenn angesichts der vor dem Marktstart oft beworbenen 3D-Fähigkeiten des Tablets viele Nutzer eine solche erwartet hätten. Dafür hat sich LG für eine interessante Bildschirmgröße entschieden, 8,9 Zoll bieten spürbar mehr Platz als die kleinen 7-Zoll-Displays, tragen in der Tasche aber nicht so sehr auf wie ein 10,1-Zoll-Gerät. Die Auflösung hingegen liegt mit 1280 x 768 Bildpunkten auf dem Niveau vieler größerer Modelle, was für eine hohe Pixeldichte und damit einer guten Bildschärfe sorgt. Kontrast und Helligkeit sowie der Blickwinkel des Displays sind in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Die kapazitive Bedienung des Multitouch-Bildschirms funktioniert sehr gut, auch Texte lassen sich so an der Bildschirmtastatur gut verfassen – bis zu einem gewissen Grad zumindest.

Ein wenig mehr 3D bietet das LG Electronics Optimus Pad dank seiner zwei rückwärtig angebrachten Kameras. Das Kamera-Duo sorgt für die Möglichkeit, Fotos und Videos in stereoskopischem 3D aufzunehmen – auf Wunsch auch in HD mit 720p. In der Side-by-Side-Technik aufgenomme Videos lassen sich anschließend an einem geeigneten 3D-TV stereoskopisch betrachten. Alternativ bietet LG eine Aufnahme in Anaglyph-Technik an – Videos und Fotos werden so in Rot-Cyan aufgenommen und können mit einer entsprechenden Brille in eher abschreckender Qualität auch direkt am Tablet in 3D betrachtet werden. Gespeichert wird entweder auf dem internen 32-GB-Speicher oder auf einer Micro-SD-Karte mit maximal 32 Gigabyte Kapazität.

 

Vor- und Nachteile des LG Electronics Optimus Pad

Ein wenig grenzt die 3D-Funktion schon an eine Mogelpackung – das Display unterstützt den stereoskopischen Modus nicht, nur die Kameras und der HDMI-Port sind in der Lage, 3D zu verarbeiten und weiterzugeben. Abseits der 3D-Funktionen bleibt ein gutes aber nicht beeindruckendes Tablet mit guter Alltagstauglichkeit. Mit 640 Gramm ist das Gerät zwar nicht leicht aber immer noch ausreichend transportabel. Bedauerlich, dass dem Tablet schon nach guten sechs Stunden die Displaybeleuchtung ausgeht und das Gerät an die Steckdose muss. Am Akku kann es dabei eigentlich nicht liegen, dieser ist mit 6.400 mAh sogar recht großzügig gewählt.

 

Fazit

Das LG Electronics Optimus Pad ist ein solides Tablet mit Android 3.x mit einem nicht zu kleinen Display und rudimentären 3D-Funktionen. Mehr als ein Gag ist die 3D-Videofunktion nicht, zu schlecht fällt dabei die Qualität der beiden 5-Megapixel-Kameras aus.

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LG Optimus Pad