Asus EeePad Transformer Prime

Mit dem EeePad Transformer gelang Asus eine interessante Mischung aus Tablet und Netbook, deren Keyboarddock bis heute bei keinem anderen Hersteller so sinnvoll realisiert wurde. Das Transformer Prime führt den grundlegenden Gedanken des zum Netbook umrüstbaren Tablets weiter, setzt aber auf noch schnellere Komponenten.

 

Technische Ausstattung

Mit gleich zwei Neuerungen will Asus im hart umkämpften Tablet-Markt punkten: Zum Einen setzt das Prime als erstes Tablet überhaupt auf Nvidias Quadcore-Prozessor Tegra 3 (Codename: Kal-El), zum Anderen soll das Tablet sofort nach dem Marktstart von Googles Android 4.0 mit dem neuen Betriebssystem versehen werden. Ursprünglich sollte das Transformer Prime sogar erst mit Android 4.0 „Ice Cream Sandwich“ auf den Markt kommen, letzten Endes zog Asus den Produktstart aber doch vor und nutzt vorübergehend Android 3.2.

Nvidias Tegra 3 ist der erste serienreife Quadcore-Tablet-Prozessor mit Technik der britischen Prozessorspezialisten ARM. Die vier A9-Rechenkerne takten mit je 1,2 Gigahertz und sorgen selbst bei anspruchsvollen Anwendungen wie Bildbearbeitung und Videoschnitt für ausreichend Rechenleistung. Zum Stromsparen wurde sogar noch ein fünfter Rechenkern in einer besonders energiesparenden Bauweise integriert – dieser „Companion Core“, von Nvidia auch „Ninja Core“ genannt, taktet mit nur 500 Megahertz und arbeitet immer dann, wenn die Rechenleistung der schnelleren Recheneinheiten nicht gefordert ist. Im Desktopbetrieb, beim Surfen oder Mailen werden die vier Hauptkerne komplett deaktiviert. Trotz der im Vergleich zum Vorgänger verdoppelten Rechenleistung benötigt Kal-El daher im Alltag nicht mehr Energie – in einigen Fällen verbraucht das Prime sogar weniger Strom als der Vorgänger. Auch die Grafikeinheit wurde überarbeitet und rechnet nun deutlich schneller als bei Tegra 2. An die Leistung der Apple-A5-GPU reicht Nvidia jedoch nicht heran, auch wenn bereits jetzt schon einige grafisch sehr interessant Spiele realisiert wurden.

Das 10,1 Zoll große Display des Transformer Prime löst wie schon beim Vorgänger mit 1280 x 800 Bildpunkten auf. Dank IPS+ ist der Bildschirm auch aus ungünstigen Blickwinkeln gut abzulesen, die Qualität reicht an die des iPad 2 heran. Die Frontscheibe aus Gorillaglas lässt sich nur mit viel Mühe verkratzen, das Tablet daher sogar bedingt Outdoor-tauglich. Bedingt? Die stark spiegelnde Oberfläche verhindert leider einen Einsatz bei Sonnenschein oder Gegenlicht, auch wenn das Display sehr hell leuchtet.

Die Akkulaufzeit des Asus EeePad Transformer Prime liegt trotz des gesteigerten Rechenleistung mit knapp 9 Stunden beim Websurfen oder Videoschauen auf hohem Niveau. Weiter steigern lässt sich die Laufzeit, wenn das wahlweise im Bundle oder separat angebotene Keyboard-Dock genutzt wird. In dieses lässt sich das Prime einfach einklemmen, so dass mit nur wenigen Handgriffen ein vollwertiges Android-Netbook entsteht. Die Tastatur enthält allerdings auch einen Akku, der den Energiespender des Tablets nachlädt. Auch zusätzliche Schnittstellen befinden sich am Keyboard – USB 2.0 und ein weiterer Kartenleser sind keine unpraktischen Beigaben. Auch das Tablet selbst bietet einen Kartenslot für Micro-SD (das Keyboard-Dock nimmt sogar herkömmliche SD-Karten auf) sowie einen HDMI-Ausgang.

 

Vor- und Nachteile des Asus EeePad

Zwar reagiert auch beim Asus EeePad Transformer Prime die Tastatur etwas träge und kann so das Keyboard eines echten Netbooks nicht vollständig ersetzen – die Kombination aus Tastatur, Akku und Tablet ist aber dennoch überaus praktisch. Technisch ist das Prime mit seinem Quadcore-Prozessor und dem hochwertigen Display sowie dem versprochenen Update auf Android 4.0 topaktuell, die Rechenleistung überzeugt in allen Belangen. Da auch die Akkulaufzeit auf hohem Niveau liegt, findet sich beim Transformer Prime deutlich mehr Licht als Schatten. Einzig der recht hohe Preis könnte gegen das Tablet sprechen.

Fazit

Hervorragende Ausstattung, modernste Technik, hohe Rechen- und Grafikleistung sowie gute Akkulaufzeiten sprechen für sich. Das Keyboard-Dock ist eine sehr pfiffige Beilage und erhöht sogar die Akkulaufzeit des Tablets um bis zu vier Stunden. Beim Asus EeePad Transformer Prime handelt es sich um das bislang beste Android-Tablet auf dem Markt.
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